Fünfsatzspiele kosten den Punktgewinn – Pazdyka und Roß glänzen

Es war mal wieder an Dramatik nicht zu überbieten, was der ersten Herren Mannschaft des MSV Hettstedt da am Sonntag passiert ist. Insgesamt 5 Fünfsatzspiele gingen in Richtung Schwabhausen, in drei Spielen wurden sogar Matchbälle vergeben. Dabei zeigte der MSV Hettstedt wieder eine starke Partie vor eigenem Publikum und eignen Bällen. Der Doppelstart der neuen Doppel war ansprechend. Die neue Kombination Pazdyka/Sirokijs siegten. Während Lushin/Michaelis und Bruderdoppel Roß jeweils über die volle Distanz das Nachsehen hatten. Letztere vergaben einen Matchball bei 10:9 im finalen Durchgang.Während die meisten Akteure des MSV mit dem eigenwilligen Plastikball einen klaren Heimvorteil haben, hat Spitzenspieler Lushin so seine Probleme. Der Ball nimmt den gewohnten Schnitt nicht an und macht es dem davon abhängigen Lushin somit umso schwerer. Dennoch vergab auch er beim Spiel gegen Schwalm etliche Chancen. Was bei Lushin so schwierig ist, spielt Robert Roß absolut in die Karten. Fast in jedem Heimspiel schnuppert Roß an Siegen, diesmal gelang es. Der junge Sfiligoj fand zu keiner Zeit in die Partie, was Roß zu einem 3:1 für sich nutzte. Auch das mittlere Paarkreuz präsentierte sich bärenstark. Sirokijs und Pazdyka gaben jeweils einen Satz ab und brachten den MSV in Führung. Auch hier waren auf dem Papier die Gäste Favorit, die Besonderheit des Hettstedter Volkspark änderte aber alles. Die beiden ersten Spiele des unteren Paarkreuz brachten jeweils 2:1 Führungen für Sascha Michaelis und Christian Roß, ins Ziel brachte diesen Vorsprung erneut keiner der beiden. Somit 4:5 zur Halbzeit, dabei hatte man alle abgegebenen Punkte im fünften Satz verloren und in jeder Partie Siegchancen gehabt. Ein 9:0 für den MSV wäre bei weitem nicht ausgeschlossen gewesen.

Roß und Pazdyka zum zweiten, das war es dann leider aber auch!

Im zweiten Spiel des Tages musste Lushin die Überlegenheit von Sfiligoj anerkennen, wobei hier dem Abwehr Letten des MSV sichtlich auch die Einstellung zum Spiel fehlte. Anders bei Robert Roß, der den hochgehandelten Schwalm erneut in vier Sätzen bezwang und damit doppelt Punktete. An dieser Stelle muss angemerkt werden, dass viele Experten Roß kaum Siegchancen über den gesamten Verlauf der Saison im oberen Paarkreuz zugetraut hatten. Nun hat er schon drei offizielle Siege auf der Habenseite. Auch Alexander Pazdyka konnte seinen Wettkampfmodus vom Vorwochenende abrufen und besiegte den unangenehmen Covaciu. Dieser gilt als schwierigster Charakter der Liga. In bisher allen 4 Aufeinander Treffen mit ihm gab es unschöne Szene. Diesmal hätte man ihm fast Größe in der Gabe Niederlagen zu verkraften zuschreiben dürfen. Jedoch war die zweite Niederlage für ihn dann doch zu viel, Schlägerwurf…gelbe Karte mit rötlichen Schimmer und eine Beleidigung Hettstedter Spieler zeigte also das gewohnte Bild von ihm. Aber das nur am Rande. Wenn man es als Weckruf für seine Mannschaft bezeichnen wollte, hat Covaciu alles richtig gemacht. Die letzten drei Spiele gingen alle an die Bayern, welche damit einen über aus glücklichen 6:9 Erfolg mit nach Hause nehmen durften.
Trainer Jan Klepzig fast das Spiel zusammen:

,,Wieder gut gespielt zu Hause, leider erneut nicht belohnt für teilweise richtige starke Leistungen. Allerdings kann man mit drei Spielern ohne Einzelerfolg keinen Sieg erringen. Dennoch ein Punkt wäre Minimum gerecht gewesen. Alleine schon die ersten 9 Spiele hätten die Entscheidung bringen können, ärgerlich aber nicht zu ändern. Wir bauen auf dieser Leistung auf, der ein oder andere wird noch Trainingsrückstand aufholen und dann geht es weiter.“

Die nächsten Spiele sind dann zwei Kracher Heimspiele gegen Hohenstein und Medizin Magdeburg am 18 und 19.02.2017. Dann kommt der Tabellenführer und Tabellendritte nach Hettstedt.

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