Punktgewinn gegen Blankenburg hauchdünn verpasst – Premieren in Hohenstein

Es war ein sehr ereignisreiches Wochenende für die Tischtennisspieler des MSV Hettstedt. Hatte man mit zwei Derbys in der Regionalliga echte Höhepunkte der Saison vor der Brust. Der Weg in die ,,grüne Hölle“ auf den Pfaffenberg in Hohenstein-Ernstthal ist kein leichter, denn nicht nur ein super Starker Gegner der um den Aufstieg mitspielen wird wartet dort, nein auch die leidenschaftlichste Atmosphäre der gesamten Liga vielleicht sogar Ostdeutschlands. Und dennoch, auch an einem Freitagabend, ist dieser Weg einer der schönsten des Jahres. Jetzt legten sich die Gastgeber auch noch ins Zeug, zur Heimpremiere wurden neben 170 Zuschauern auch das erste Mal die neue Vereinshymne präsentiert. Gänsehautmoment für jeden Anwesenden. Eine beeindruckende Atmosphäre in der man einfach gerne Tischtennis spielt, so die einstimmige Meinung der MSV Spieler. Nun leider ist dieser Ort kein Ort des Erfolges für den MSV. Wie auch im letzten Jahr drohte man schnell unter die Räder zu kommen. Es dauerte bis zum Auftritt des jüngsten bis der MSV erfolgreich auf der Ergebnistafle erschien. Alexander Pazdyka besiegte erneut seinen langjährigen Konkurrenten aus der Jugendzeit, Johann Koschmieder, mit 3:2 und 11:9 im Entscheidungssatz. Dabei musste der Schüler aus Klostermansfeld immer einen Rückstand hinterher jagen, so auch kurz vor Schluss bei Spielstand von 5:9. Endlich belohnte sich ein MSV Spieler für eine gute Leistung und Alexander holte sich seinen ersten Saisonerfolg. Denn auch das Doppel Pazdyka/Michaelis als auch Carlos Zapata kamen nur zu jeweils zwei Satzerfolgen. Den Zwischensprint nutzt auch Victors Sirokijs zu einem erneut starken Erfolg über Chris Albrecht. Das war es dann aber auch für den MSV, naja nicht ganz. Es gab noch eine weitere Premiere. Im Spiel der beiden Abwehrstrategen Lushin und Krmaschek gab es unendlich lange Ballwechsel. Bei Spielstand von 6:2 und 2:1 für Lushin unterbrach der Oberschiedsrichter dann die Partie. Zeitspiel. Was bedeutet das? Ab diesem Zeitpunkt muss der Aufschläger spätestens mit dem 13. Ballwechsel einen Punkt erzielt haben, gelingt dies nicht bekommt der Rückschläger sofort den Punkt. Mit diesem Zeitpunkt kippte das Spiel und der erfahrene Krmaschek, welcher bereits Erfahrung mit dem Zeitspiel hatte fing Lushin noch ab. So stand es am Ende 9:2 für Hohenstein.

Punktgewinn in der Hand gehabt/ Zapata, Roß und Michaelis ziehen nach

Zum Sachsen-Anhalt-Derby trafen sich bei besten Tischtenniswetter die Gäste von der SG Stahl Blankenburg und dem MSV Hettstedt nach etlichen Jahren wieder zu einem Pflichtspiel. Auch diesmal gelang nur ein mäßiger Doppelstart. Erneut konnten Zapata/Sirokijs voll überzeugen. In den Einzelnen dann wieder lange Zeit dasselbe Bild. Gute Leistungen, Satzgewinne, enge Spielverläufe aber keine Punkte. So hatten nacheinander Lushin, Roß und Pazdyka zwar Chancen aber ein Erfolg kam dabei nicht zustande. Den Bann auch für sich selbst brach Carlos Zapata. Mittlerweile das vierte gute Einzel in Folge vom jungen Kolumbianer brachte auch für ihn den ersten Sieg. Im Spiel gegen David Merta kam nun die Trendwende und dies für das gesamte Spiel. Getragen von einer tollen Atmosphäre konnte Sascha Michaelis im Spiel gegen Materialspieler Holland eine für ihn überragende Leistung abrufen. Im Entscheidungssatz siegte auch er knapp mit 2 Punkten unterschied. Folglich konnte Sirokijs seine Favoritenrolle gegen Schuck sicher ausspielen. Zur Halbzeit also mit 4:5 ein enges Spiel. Gabrovski zeigte dann gegen Lushin sein ganzes Können und siegte in drei Sätzen. Robert Roß verkürzte allerdings in Folge. Im Spiel gegen Materialexperten und Nationalspieler von Montenegro, Luka Bakic, legte Roß alles hinein was er hatte. An diesem Tag präsentierte sich Roß bereits gegen Gabrovski von seiner besten Seite. Letztlich nutzte Roß seine Chance, um ebenfalls und das als letzter seines Teams, sein erstes Einzel zu gewinnen. In der Mitte spielte Pazdyka ein gutes Match gegen Merta, welcher sich aber als insgesamt besserer Spieler präsentierte. Carlos Zapata hingegen hatte die große Chance auch sein zweites Einzel an diesem Tag zugewinnen. 2 Matchbälle im fünften Satz reichten allerdings nicht aus. Doppelt tragisch für den MSV, da in Folge Sirokijs keine Probleme mit Holland hatte und das bereits gespielte Doppel von Ro7Pazdyka auf der Siegerstraße sich befand. Da auch Michaelis in seinem zweiten Einzel im fünften Satz die Segel streichen musste war die 6:9 Niederlage besiegelt. Es fehlte also nicht viel am erhofften Punktgewinn. Und doch zeigt sich, es muss wirklich alles passen für den MSV Hettstedt um in dieser starken Regionalliga erfolgreich zu sein.

Spielertrainer Sirokijs dazu: ,,Wir haben nun alle gezeigt das wir in dieser Liga Spiele gewinnen können, wenn es uns gelingt dies gleichzeitig abzurufen kann wirklich was gehen. Dieser Weg ist aber immer steinig und schwer!“

Nächstes Spiel ist dann am 29.10.2016 in Versbach.

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